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Neue Corona Herbstmaßnahmen

Blogbeitrag

Neue Corona-Regelung: Diese Maßnahmen beschließt der Bundestag ab Herbst

Seit Wochen im Gespräch, nun vom Bundestag beschlossen: Die neuen Corona-Regelungen für den Herbst. Wie erwartet kehren Test- und Maskenpflicht zurück. Zudem gibt es zahlreiche Maßnahmen, die die Länder im Falle einer kritischen Infektionslage anordnen können. Alles Wichtige erfahren Sie hier.

Update (Stand 19.09.2022): Die Maßnahmen wurden am 16. September auch offiziell durch den Bundesrat beschlossen und gelten daher ab 1. Oktober 2022.

Comeback im Herbst

Schon Wochen zuvor vereinbarten Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Bundesjustizminister Jens Buschmann (FDP) ein mögliches Maßnahmenpaket für den Herbst. Lesen Sie hier mehr dazu. Vergangenen Donnerstag beschloss der Bundestag, welche Regelungen nun in Kraft treten sollen. Wenn das Gesetzespaket am 16. September den Bundesrat passiert, gelten die Maßnahmen vom 1. Oktober bis 7. April, wie die Tagesschau berichtet. Entgegen den Erwartungen durch das Maßnahmenpaket Lauterbachs und Buschmanns, fallen die Maßnahmen zunächst nicht so umfangreich aus. Dennoch kehren Masken- und Testpflicht zurück und die Länder erhalten Möglichkeiten, weitere Maßnahmen anzuordnen.

Eine Testpflicht soll für Kliniken und Pflegeheime zurückkehren.

Corona-Maßnahmen ab Oktober

Laut ZDF sind bundesweit eine FFP2-Maskenpflicht und eine Testpflicht geplant. Die Maskenpflicht gilt für Kliniken, Pflegeheime, Arztpraxen und Fernzüge. Sie gilt ab 14 Jahren. Für Kinder von 3 bis 13 Jahren reicht eine OP-Maske aus. In Flugzeugen entfällt die Maskenpflicht zunächst, kann aber bei steigender Fallzahl wieder eingeführt werden.

Eine Testpflicht soll wieder in Pflegeheimen und Kliniken gelten. Bei steigenden Inzidenzen können Masken- und Testpflicht auch durch die Länder erweitert werden.

Länderweite Verschärfungen möglich

Bei den Möglichkeiten der einzelnen Länder, die Corona-Maßnahmen zu verschärfen, gilt es laut ZDF zwei Stufen zu unterscheiden: die Stufe eins mit generellen weiteren Auflagen und die Stufe zwei mit Auflagen für eine kritische Infektionslage.

Stufe 1 (länderweit)

Die Länder können die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr sowie öffentlich zugänglichen Innenräumen wieder einführen. Zu Letzteren gehören beispielsweise Geschäfte oder Restaurants. Für diese Maskenpflicht gibt es jedoch Ausnahmen: Zum einen durch Vorlage eines Negativ-Tests bei Freizeit-, Kultur- oder Sportveranstaltungen und der Gastronomie. Nach Angaben der Tagesschau können außerdem Personen mit frischer Corona-Impfung, die nur maximal drei Monate zurückliegen darf, ebenfalls davon ausgenommen werden.

Zudem können Test- und Maskenpflicht auch in Schulen und Kitas zurückkehren. Nur wenn der Präsenzunterricht andernfalls eingestellt werden müsste, könnten Kinder ab der fünften Klasse wieder Maske tragen müssen, wie der NDR erklärt.

Stufe 2 (länderweit)

Bei kritischerer Lage sind weitere Vorgaben möglich. Dazu gehört eine Maskenpflicht bei Außenveranstaltungen, sofern ein Abstand von 1,50 m nicht gewährleistet werden kann, wie das ZDF schreibt. Zudem könnten Hygienekonzepte für Betriebe und andere Einrichtungen wiederkommen. Auch optional ist die Rückkehr von Besucherobergrenzen bei Veranstaltungen in Innenräumen.

Voraussetzungen für die Wiedereinführungen dieser Maßnahmen sind zum einen eine konkrete Gefährdung des Gesundheitssystems sowie ein Landtagsbeschluss.

Lockdowns und Ausgangssperren seien jedoch nicht mehr vorgesehen.

Weitere Pläne

Neben diesem Gesetzespaket soll außerdem eine neue Impfkampagne starten. Darüber hinaus soll bei Erkrankten ein schnellerer Medikamenteneinsatz erfolgen und es sollen genauere Daten zur Klinikbelegung geben. Das berichtet das ZDF.

Erkrankte sollen schneller mit Corona-Medikamenten behandelt werden.

Mit diesem Maßnahmenpaket sehen einige Politiker der Länder eine gute Vorbereitung auf den Herbst. Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) äußerte gegenüber dem NDR, dass sie nicht mit Verschärfungen der Corona-Regeln rechnet. Käme keine neue, gefährlichere Maßnahme als die Omikron-BA.5-Variante, könne Niedersachsen mit den geltenden Basisschutzmaßnahmen auskommen.

Angesichts der geplanten Maßnahmen empfiehlt es sich, schon jetzt mit Masken und Schnelltests für den Herbst vorzusorgen.

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