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Rückkehr der Grippewelle im Herbst?

Blogbeitrag

Erkältungszeit Herbst: Kehrt die Grippewelle in Deutschland zurück?

Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Maske tragen: Dank der umfassenden Corona-Maßnahmen der letzten beiden Jahre war die Influenza kaum Thema. Das könnte sich jedoch dank der Lockerungen in diesem Herbst ändern. Experten befürchten in diesem Jahr die Rückkehr einer Grippewelle in Deutschland. Und das bedeutet ein hohes zusätzliches Gesundheitsrisiko speziell für vulnerable Gruppen. Alles über die Grippe, die aktuelle Situation in Deutschland und wie man sich und seine Mitmenschen am besten schützt, erfahren Sie hier.

Influenza: Die saisonale Infektionskrankheit

Trockener Reizhusten, hohes Fieber und schwere Kopf- und Gliederschmerzen: Das sind klassische Symptome einer Grippe. Im Gegensatz zu einfachen Erkältungen – übrigens ausgelöst durch beispielsweise Rhinoviren – ist bei einer Influenza der ganze Körper betroffen. Die Beschwerden treten meist schnell und heftig auf. In der Regel lassen sie innerhalb einer Woche deutlich nach.

Grippeviren sind weltweit verbreitet, wie das Bundesministerium für Gesundheit auf seiner Website über die Influenza informiert. In der Vergangenheit fand die Grippesaison in Deutschland in den Wintermonaten statt. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) meist zwischen der 40. Kalenderwoche (Anfang Oktober) und der 20. Kalenderwoche (Mitte Mai).

Die Übertragung erfolgt per Tröpfcheninfektion, also durch Tröpfchen beim Husten, Niesen oder Sprechen. Besonders in Bereichen mit hohem Menschenaufkommen ist das Ansteckungsrisiko erhöht.

Die Grippe stellt gerade für ältere Personen ein höheres Gesundheitsrisiko dar.

Die Dauer und Schwere einer Erkrankung hängt dabei von der körperlichen Verfassung, den Eigenschaften des Erregers sowie der Immunantwort der betreffenden Person ab, erklärt das Gesundheitsministerium. Das bedeutet, dass besonders für vulnerable Gruppen ein höheres Gesundheitsrisiko besteht. „Senioren, Schwangere und Menschen mit einer chronischen Grunderkrankung haben ein höheres Risiko für schwere Verläufe einer Grippe“, fasst das Gesundheitsministerium zusammen. Daher sollten besonders diese Gruppen bei einer Erkrankung einen Arzt hinzuziehen. Sogar ein Todesrisiko besteht in manchen Fällen und während der Grippezeit kam es stets zu einem Anstieg der Todesopfer.

Influenza A und B – Verschiedene Subtypen

Bei der Influenza unterscheidet man vier verschiedene Subtypen. Diese hatten unterschiedliche Auswirkungen auf die vergangenen Grippewellen.

Influenza A (H1N1), auch bekannt als Schweinegrippe, wurde erstmals 2019 nachgewiesen und tritt seitdem saisonal in Deutschland auf. Von Influenza A (H3N2) wiederum waren in der Vergangenheit laut RKI besonders ältere Menschen von schweren Krankheitsverläufen betroffen – etwa in der Saison 2016/17. Speziell in diesen Saisons war eine Übersterblichkeit beobachtbar.

Für eine längere Grippewelle aufgrund zeitlich späterer Zirkulation sind Influenza B-Viren verantwortlich. Dabei gilt es zwei Linien zu unterscheiden: Die Yagamata-Linie und die Victoria-Linie. Während durch die Yagamata-Linie mehr Personen ab 35 erkrankten, etwa in der Saison 2017/18, erkranken an der Victoria-Linie eher ältere Kinder (ab 14 Jahren). Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden weltweit nur noch wenige Infektionen mit der Yagamata-Linie nachgewiesen; hier dominiert die Victoria-Linie unter den B-Typen.

Besonders ältere Kinder scheinen anfälliger für die Yagamata-Linie von Influenza B zu sein.

Grippesaisons während der Pandemie

Während der letzten beiden Jahre, also der Zeit der Corona-Pandemie, sank die Anzahl der Infektionen mit Influenza merklich. Dank Lockdown und Schulschließungen im Frühjahr 2019/2020 und Herbst/Winter 2020/2021 wurden die Grippewellen abrupt beendet bzw. nur wenige Fälle nachgewiesen. Auch in der Saison 2021/2022 wurden zunächst nur wenige Infektionen nachgewiesen. Die Fallzahlen stiegen laut RKI allerdings ab Ende April 2022 wieder an, nachdem ein Großteil der COVID-Maßnahmen aufgehoben wurde.

Glücklicherweise sank die Zahl der Influenza-Infektionen in den vergangen beiden Pandemie-Jahren. Doch das könnte sich nun ändern.

RKI meldet Zunahme der Atemwegsinfektionen – Kündigt sich die Grippewelle an?

Derzeit gibt die Weltgesundheitsorganisation WHO zur aktuellen Influenza-Situation in Europa an, dass die Anzahl der Infektionen auf einem höheren saisonal-bedingten Level grassiert, wobei speziell Influenza A (H3N2) dominiert.

Seit Beginn der diesjährigen Grippesaison verzeichnet die Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI einen Anstieg in der Zahl der akut respiratorischen Erkrankungen (ARE) – deutlich höher als in den vorherigen Pandemiejahren.

Im Bericht der 39. KW konstatiert die Arbeitsgemeinschaft Influenza einen deutlichen Anstieg der Infektionen mit Rhino-, SARS-CoV-2-, Parainfluenza-, Influenza-, Respiratorischen Syntial- (RSV) und humanen saisonalen Coronaviren (hCoV). Dazu die Arbeitsgemeinschaft: „Die für diese Jahreszeit außergewöhnlich hohe ARE-Aktivität ist auf die Ko-Zirkulation verschiedener Atemwegserreger zurückzuführen, darunter hauptsächlich Rhinoviren, aber auch SARS-CoV-2 und Parainfluenzaviren. Zunehmend werden auch Influenzaviren und RSV nachgewiesen.“ Im Vergleich zum Bericht der vorherigen KW ist die Anzahl der Infektionen deutlich gestiegen. Zudem wurde in der KW 38 wieder ein Anstieg der Covid-19-Infektionen erwähnt.

Der Anstieg – in Richtung einer möglichen Grippewelle neben der Corona-Pandemie – beunruhigt Politik und Experten. In Bezug auf die Grippe gibt es dabei zusätzliche Faktoren; unter anderem niedrige Impfquoten und Durchimmunsierungsraten, da es in den Grippesaisons der vorherigen Pandemiejahre zu stark verringerten Infektionsquoten kam.

Umso wichtiger wird es also, sich und auch besonders vulnerable Gruppen in dieser Zeit zu schützen. Doch wie geht das am besten?

Wie schützt man sich am besten gegen die Grippe?

Eine Grippeimpfung biete laut Experten den besten Schutz vor einer Infektion.

Neben der Corona-Auffrischungsimpfung empfehlen RKI, die ständige Impfkommission (STIKO) und das Bundesgesundheitsministerium auch die Grippe-Impfung. Besonders empfohlen wird die Impfung für die vulnerablen Gruppen, also ältere Personen, Schwangere und chronisch Erkrankte. Aber auch für medizinisches Personal und Pflegepersonal wird die Impfung angeraten. Sie gilt als bewährter Schutz gegen eine Infektion. Außerdem hilfreich ist weiterhin die Einhaltung der bekannten AHA+L-Regeln (Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Maske tragen, Lüften). Personen mit Krankheitssymptomen sollten sich vorsorglich von Angehörigen vulnerabler Gruppen fernhalten.

Sollten dennoch Krankheitssymptome auftreten, kann eine Infektion einfach mit einem Schnelltest nachgewiesen werden. Und zwar nicht nur eine Corona-Infektion. Mit einem Kombi-Test können sowohl Infektionen mit SARS-CoV-2 als auch mit Influenza A und B nachgewiesen. Bereits nach 15 Minuten erhält man das Ergebnis – und kann je nach Ausgang entsprechende Behandlungsmaßnahmen einleiten. Bei parahealth gibt es diese Tests günstig und schnell, entweder als Profi- oder Laien-Test.

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